berwachen und Strafen

Author: Michel Foucault
Publisher:
ISBN: 3518387715
Release Date: 1994
Genre: Bürgerliche Gesellschaft - Disziplinierung - Geschichte


Zu Michel Foucault berwachen und Strafen

Author: Torsten Müller
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783656004714
Release Date: 2011-09-12
Genre: Social Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Buch ,,Überwachen und Strafen: Die Geburt des Gefängnisses" von Michel Foucault, beschäftigt sich der Autor mit der Entwicklung von unterschiedlichen Strafmechanismen, die durch das soziale Medium der Macht bedingt sind. Dabei geht er genauer auf das Thema Macht, ihre Technik und die Auswirkung ein. Eine seiner interessantesten Aussagen in dem Buch ist, dass das Gefängnis in dem Sinne versagt hat und unfähig ist, indem es Delinquenz also Straffälligkeit bewusst produziert und sogar fast schon aktiv fördert. Doch diese Aussage ist nun schon über 30 Jahre alt und wurde auch damals schon sehr stark kritisiert und angezweifelt. Es ist also zu klären, ob es in der heuten Zeit überhaupt noch zutreffend ist. Im Verlaufe dieser Seminararbeit soll unter anderem genau diese Frage erläutert, diskutiert und vielleicht sogar final beantwortet werden. Zuvor sollte allerdings geklärt werden, wer Michel Foucault eigentlich war und was die essentiellen Inhalte seines Werkes ,,Überwachen und Strafen" waren.

Foucault berwachen und Strafen Eine Analyse

Author: Philipp-Henning v.Bruchhausen
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638325554
Release Date: 2004-11-16
Genre: Political Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Es wird immer wieder gerne kolportiert, daß das Sterben auf den modernen Schlachtfeldern eine anonymisierte Sache sei; was Duelle Mann gegen Mann angeht mag das zutreffen, ansonsten verhält es sich eher umgekehrt : Während früher der siegreiche Heerhaufen die Verluste des Unterlegenen anhand abgeschlagener Köpfe oder sonstiger Teile einfach hochschätzte, zählt man heute schlicht die Zahl der eingesammelten Hundemarken, die jeder Soldat um den Hals, oder im Falle der Erfahreneren im Stiefel trägt. Auf dieser findet sich eine Registriernummer, zu der im meist weit entfernten Hauptquartier eine Akte gehört, in der sich neben Name, Rang und Alter auch andere Daten, wie Herkunft, Schulbildung, medizinische Daten und die Einschätzungen der bisherigen Instrukteure befinden. Also eine weitgehend komplette Vita. Von Anonymität kann gar keine Rede sein, hinter den uniformierten Massen befindet sich ein gewaltiger bürokratischer Apparat, der alle notwendigen Informationen über sein Millionenheer besitzt, beginnend von der Geburt eines jeden Soldaten an. Nun, was hat die Militärbürokratie mit Michel Foucaults Überwachen und Strafen zu tun, daß sich der Geburt des Gefängnisses widmet ? Auf den ersten Blick wenig, aber auf den zweiten fällt einem die frappierende Ähnlichkeit von Kaserne und Gefängnis ins Auge. Bei beiden besteht ein striktes Kontrollregiment , mit dem Ziel der lückenlosen Überwachung gefährlicher oder potentiell gefährlicher Individuen. Auch der Aspekt aus „unnützen Elementen“ nützliche zu machen, ob für die Produktion in der Wirtschaft oder den Dienst an der Waffe, ist durchaus vergleichbar, genauso wie die teils massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Nur der Aspekt des Strafens ist der Kaserne nicht von vorne herein zu eigen. Auch könnte man das Gefängnis mit der geschlossenen Heilanstalt in Bezug bringen, dem Jugend Gefängnis oder dem geschlossenen „Heim“, und zu guter letzt dem Kloster. Wie Foucault selbst es ausdrückt : „ Was ist daran verwunderlich, wenn das Gefängnis den Fabriken, den Schulen, den Kasernen, den Spitälern gleicht, die allesamt den Gefängnissen gleichen?“ Sie alle basieren auf strenger Hierarchie, die ihre Subjekte mittels aller möglichen Disziplinierungstechniken einer strikten Ordnung unterwirft. Diese Techniken bestehen gar nicht so sehr aus physischer Gewalt, sondern viel m ehr aus lückenloser Überwachung und ständiger Prüfung. [...]

Michel Foucaults berwachen und Strafen im Kontext von Macht Wahrheit und Norm

Author: Roland Sonntag
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638145213
Release Date: 2002-10-06
Genre: Social Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 2,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Michel Foucaults Überwachen und Strafen, Sprache: Deutsch, Abstract: Michel Foucault beschreibt in seinem Werk „Überwachen und Strafen“ , wie sich das Gefängnis als einzige Form der Bestrafung in den westlichen Ländern durchsetzen konnte und andere Straftechnologien wie etwa die Marter verdrängte. Detailliert zeigt er die Gründe auf, die zu diesem Prozeß führten. Auf die von Michel Foucault aufgeworfene Frage, warum sich das Gefängnis, trotz zahlreicher Kritik und offensichtlichem Versagen durchsetzte, will ich in meinem Kommentar nach einer Inhaltsangabe genauer eingehen. Danach werde ich „Überwachen und Strafen“ in den Kontext von Macht, Wahrheit und Norm setzen, sowie sein Werk in seine Biographie einordnen. Mit einer Würdigung, werde ich die Hausarbeit beschließen. [...]

Zu Michel Foucaults berwachen und Strafen Die Geburt des Gef ngnisses

Author: Elisabeth Esch
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783656132813
Release Date: 2012
Genre:

Essay aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Padagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Universitat zu Koln (Padagogik/ EWS), Veranstaltung: Perspektiven des interaktionstischen Konstruktivismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Ausarbeitung beschaftigt sich mit Ausschnitten aus Michel Foucaults Werk Uberwachen und Strafen - Die Geburt des Gefangnisses. Das Buch wurde 1975 unter dem Titel Surveiller et punir und ein Jahr spater auf deutsch veroffentlicht. Die vorliegende Arbeit wird seine Ausfuhrungen uber die Disziplin erlautern. Als Strategien um Disziplin zu erlangen, gelten fur Foucault unter anderem die Mittel der guten Abrichtung, die aus der hierarchischen Uberwachung, der normierenden Sanktion und der Prufung bestehen, die wiederum eine ritualisierte Kombination der beiden vorangegangen Instrumente ist. Die drei Mittel werden als Voraussetzung fur die Institutionen des Militars, der Schule und des Hospitals gesehen. Auf diese drei Techniken zur Erlangung eines gelehrigen Korpers wird noch genauer eingegangen werden. Zu Anfang wird auf das Leben und Wirken Michel Foucaults anhand einer kurzen Biographie aufgezeigt."

Kommentar zu Michel Foucault berwachen und Strafen Die Geburt des Gef ngnisses

Author: Fabian Bruckschen
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640369171
Release Date: 2009
Genre:

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Sonstiges, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: David Gabbard zieht einen aussergewohnlichen Vergleich zwischen den herrschenden Machtverhaltnissen in Michel Foucaults Werk (Erscheinungsjahr 1974, im folgenden Text ) und dem Science-Fiction-Film Matrix: ... these technologies function as the ultimate disciplinary machines, even more utopian in their design and function than Bentham's panopticon. They enable power to achieve a level of omnipotence and omniscience far greater than that achieved by any of the disciplinary technologies addressed by Foucault, including compulsory schooling." Er zeigt damit u.a. wie jede Gesellschaft, sogar eine rein fiktive, von der Strategie der Macht durchzogen ist.2 The Matrix is a computer-generated dream world to keep us under control." Dieser Kommentar widmet sich genau dem Buch Foucaults, welches sich mit solchen Thesen und speziell mit der Entwicklung der Strafmechanismen beschaftigt, die durch das soziale Medium Macht bedingt sind. Beginnend bei der peinlichen Strafe der Marter im 18. Jahrhundert bis zur Haftstrafe als universale Form der Bestrafung. Eine erstaunliche Transformation, da sich die Sanktion durch Inhaftierung, trotz heftiger Kritik, gegen alle anderen strafenden und uberwachenden Mechanismen durchsetzen konnte. Der Autor selbst behauptet, dass das Gefangnis durch die Willkur des Vollzugs und die bewusste Produktion von Delinquenz versagt hat. Trifft seine Aussage zu unserer Zeit noch zu? Im Verlauf des Kommentars werde ich den wesentlichen Inhalt des Buches im Bezug zu der aufgeworfenen Frage erlautern, zeigen wie das Werk von der Nachwelt interpretiert wurde und mit einer personlichen Wurdigung abschliessen. Zuvor sollte allerdings der Hintergrund des Buches und seine Bedeutung im Gesamtwerk Foucaults analysiert werden. Was veranlasste ihn, zu schreiben, und welche"

Vierzig Jahre berwachen und Strafen

Author: Marc Rölli
Publisher: transcript Verlag
ISBN: 9783839438473
Release Date: 2017-06
Genre: Philosophy

Mit »Überwachen und Strafen« hat Michel Foucault vor 40 Jahren ein Buch veröffentlicht, das die gängigen Vorbegriffe des Machtdenkens - und damit der politischen Theorie und des Befreiungsdiskurses - durcheinander gewirbelt hat. Der Band geht der Frage nach, wie die aktuellen Machtverhältnisse beschaffen sind, die »uns« (wen genau?) in ihrem Bann halten. Welche Aktualität besitzen die Analysen der Disziplinierung noch heute, mit denen Foucault vor 40 Jahren Aufsehen erregte und eine breite Wirksamkeit entfalten konnte? Wie lässt sich das für Foucault so zentrale Verhältnis von Bio- und Disziplinarmacht in der Gegenwart bestimmen? Welche neuen Machtformen sind entstanden - und mit welchen begrifflichen Mitteln können sie erschlossen werden?

Der Panoptismus in Michel Foucaults Werk berwachen und Strafen

Author: Nico Ernstberger
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638765794
Release Date: 2007
Genre:

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universitat Regensburg (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Der Panoptismus erscheint in 'Uberwachen und Strafen' als wichtiger Gesichtspunkt, da der Autor beschreibt, wie sich die Techniken der Einschliessung andern, um eine ausgiebigere Beobachtung des Eingeschlossenen zu gestatten. Das Problem, gleichzeitig ein Hochstmass an Schutz und ein Maximum an Beobachtung zu garantieren findet eine architektonische Losung., Abstract: In Uberwachen und Strafen" wird die Genealogie des modernen Individuums als eines fugsamen und stummen Korpers und einer normativen Sozialwissenschaft aufgezeigt. Im Buch selbst heisst es: Thema dieses Buches ist eine Korrelationsgeschichte der modernen Seele und einer neuen Richtgewalt. Eine Genealogie des heutigen Wissenschaft/Justiz-Komplexes, in welchem die Strafgewalt ihre Stutzen, ihre Rechtfertigungen und ihre Regeln findet, ihre Wirkungen ausweitet und ihre ungeheure Einzigartigkeit maskiert"3. In Uberwachen und Strafen" schlagt Foucault vor, Bestrafung und Gefangnisse als eine komplexe gesellschaftliche Funktion und nicht bloss als eine Reihe von Unterdruckungsmechanismen aufzufassen. Er will anhand des Gefangnisses die Entwicklung einer spezifischen Machttechnik herausarbeiten4. Meine Hausarbeit beschaftigt sich aufgrund der Komplexitat und der verschiedenen Aspekte des Buches nur mit einem kleinen Ausschnitt. Mein Hauptaugenmerk gilt der Analyse des Foucaultschen Panoptismus im Werk Uberwachen und Strafen." Zunachst werde ich in einem kurzen Abriss die wichtigsten Aussagen des gesamten Buches zusammenfassen, ehe ich konkret auf das Panopticon eingehe. In einem weiteren Punkt versuche ich zu klaren, inwieweit panoptische Strukturen auch gesellschaftlich wirksam sind, bevor ich zum Abschluss noch den Machtbegriff bei Foucault beleuchte. Der"

Zu Foucaults berwachen und Strafen

Author: Sonja Uhl
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640780532
Release Date: 2010
Genre:

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalitat abw. Verhalten, Note: 1, 7, Leopold-Franzens-Universitat Innsbruck (Institut fur Soziologie ), Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Machtordnung im Gefangnis und Entstehung der Disziplinarmacht, Abstract: 1.Einleitung Der Strafvollzug ist ein Thema, das nie an Aktualitat verliert. Auch heute noch fehlt es nicht an Diskussionen uber die Situation der Gefangenen im Strafvollzug und dessen Qualitat. Wahrend es in einigen Landern noch die Todesstrafe gibt, wird die Bestrafung in Europa vor allem durch Gefangnisstrafe vollzogen. Damit hat sich die Art der Bestrafung in den letzten dreihundert Jahren grundlegend verandert. Wahrend Ende des 17. Jahrhunderts die Bestrafung aus offentlicher Folter und Marter sowie Hinrichtungen bestand, bei denen der Korper des Verbrecher zur Schau gestellt wurde, kam es gegen Anfang des 18. Jahrhunderts zur entscheidenden Wende im Strafvollzug. Heute spielt sich der Akt des "Strafens" hinter verschlossenen Turen ab. das zwanghafte, korperliche, isolierende und verheimlichende Modell der Strafgewalt das reprasentative, szenische, zeichenhafte, offentliche und kollektive Modell verdrangt?"3 2. Das Fest der Martern Uberwachen und Strafen beginnt mit der Schilderung einer grausamen Todesmarter, der offentlichen Hinrichtung von Francios Damien, der verurteilt wurde, weil er ein (erfolgloses) Attentat auf Ludwig XV. verubt hatte. 4 Er wurde brutal gefoltert und vor einer Menschenmenge gevierteilt. Im Mittelalter und bis Anfang des 18.Jahrhunderts fand die Bestrafung von Gesetzesubertretern offentlich statt. Vor aller Augen wurden ausserst grausame Marterstrafen vollzogen. Ende des 17.Jahrhunderts verschwanden diese "peinlichen" Marterstrafen mehr und mehr von der Bildflache. Wahrend diese brutale Gewalt spater gering geschatzt wurde, war die Marter damals Anlass fur grosse offentliche und populare Spektakel. Sie war ein politisches Ritual. Die Marterstrafe erzeugte eine"

Michel Foucault berwachen und Strafen Einf hrung in die Soziologie

Author: Marko Weeke
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638448642
Release Date: 2005-12-17
Genre: Social Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: bestanden, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Soziologie), Veranstaltung: Michel Foucault, 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dem Kapitel Die Milde der Strafen beschreibt Michel Foucault die Vorläufer des modernen Strafvollzuges. Nach ihm gab es drei Systeme, die untereinander in Konkurrenz standen, da sie auf unterschiedlichen Ideen basierten und andere Legitimationsmechaniken besaßen. Foucault arbeitet die Unterschiede und Ähnlichkeiten heraus und zeigt durch eine genaue Analyse inwieweit sich die Praxis der Strafe noch mit der ursprünglichen Idee der Bestrafung deckt, ohne diesen Umstand zu bewerten

Michel Foucaults berwachen und Strafen Das Panopticon am aktuellen Beispiel

Author: Falk Köhler
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783656440604
Release Date: 2013-06-03
Genre: Social Science

Essay aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,5, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (Professur für Soziologie), Veranstaltung: Macht und Herrschaft. Eine Auseinandersetzung mit Michel Foucault, Sprache: Deutsch, Abstract: Schon Abraham Lincoln sagte im 19. Jahrhundert: „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“1 Die Macht als Mittel des Herrschens ist eine Instanz, nach der die Menschheit seit Ewigkeiten strebt. Führung zu übernehmen und über andere Personen zu bestimmen stellt für viele Menschen einen besonderen Anreiz dar. Aber wer besitzt Macht und wie setzt er diese um? Unzählige Philosophen und Pädagogen haben sich lange mit dem Machtbegriff befasst und auseinandergesetzt. Häufig wird mit dem Begriff Macht Bestrafung oder zumindest die Position eine solche auszuüben assoziiert. Der Franzose Michel Foucault hat sich während seiner Überlegungen zu der Thematik Macht in seinem Buch „Überwachen und Strafen“2 immer stärker auf die Theorie des Panopticons gestützt. Ein System, welches eine absolute Überwachung garantieren soll, mag sich für viele Menschen als absurd und un-möglich anhören. Im Folgenden soll dieser Gedanke aufgegriffen und unter anderem an aktuellen Beispielen erörtert werden. Ist die Umsetzung eines panoptischen Systems in unserer aktuellen Gesellschaft möglich? Lassen sich Menschen nach der Idee des Panopticons ein-sperren, überwachen und somit umerziehen? Es wird deutlich, dass eine solche Realisierbarkeit nicht möglich ist. Am Beispiel von U-Bahnstationen wird relativ schnell deutlich, dass ein panoptisches System sehr schnell Grenzen aufweist. Um diese entsprechend zu verdeutlichen, wird zunächst der Begriff des Panopticons als Institution erläutert, um anschließend erst die Vorteile und daran Anknüpfend die Nachteile des panoptischen Systems und dessen Wir-kung auf die Gesamtheit der Individuen darzustellen. Untermauert wird diese Argumentation mit Hilfe eines Berichts von Götz Eisenberg mit dem Titel „Im Glanze des Kamera-Auges“. Foucault wiederum stützt sich hierbei auf die Grundidee des Panopticons als Gefängnis, den Begriffen von Macht und Herrschaft sowie den verschiedenen Ansätzen von Bestrafungen im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Monographie „Überwachen und Strafen“ von Michel Foucault stellt die Grundlage zur Darstellung dieser Problematik dar. Abschließend sollte es möglich sein, die Frage nach einer Etablierung eines solchen Systems in unserer modernen Gesell-schaft zur Analyse und Kritikbildung zu klären.

Zu Michel Foucaults berwachen und Strafen Die Geburt des Gef ngnisses

Author: Anna-Sophie Buhler
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640905652
Release Date: 2011-05-03
Genre: Social Science

Rezension / Literaturbericht aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 2,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Soziologie), Veranstaltung: Basismodul Soziologische Theorie: Körper und Gesellschaft – klassische Positionen, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Gefängnis. Für die meisten Menschen ist dies ein Ort der Isolierung, ein Ort ohne Freiheit und ohne Privatsphäre, ein Ort an dem man selbst nicht sein möchte. Oft wird auch die Existenz des Gefängnisses als Selbstverständlichkeit angenommen, ebenso wie die unseres demokratischen Strafsystems. Bei dem Gedanken an mittelalterliche Foltermethoden und das Strafsystem in diesen Jahrhunderten wird allerdings auch klar, dass das heutige Gefängnis und die Vorgehensweise, die Verbrecher zu strafen, ein himmelgroßer Unterschied ist. Denn diese Zeit wünscht sich wahrlich keiner zurück, im Vergleich dazu erscheinen die modernen Haftstrafen und –bedingungen harmlos. Doch kaum einer weiß, wie sich diese Entwicklung abgespielt hat und welche historischen Abläufe damit in Zusammenhang liegen, wie es zwischen Marter und moderner Justiz ausgesehen hat. Ebenso ist vielen Menschen auch nicht bewusst, dass nicht nur die Insassen einer Justizvollzugsanstalt überwacht werden, sondern auch sie kontrolliert und beobachtet werden. Diese historische Entwicklung der modernen Strafjustiz und die daraus entstandenen Folgen für die Gesellschaft werden in dem Buch „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“ ausführlich behandelt und beantwortet. Dieser Rezssionsessay beschäftigt sich mit dem bekanntesten Werk des französischen Philosophen und Soziologen Michel Focault mit dem Titel „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“. Das Buch erschien 1975 unter dem Titel „Surveiller et punir. La naissance de la prison“ und wurde 1976 in Deutschland veröffentlicht. Das Werk behandelt vier große Abschnitte: Marter, Bestrafung, Disziplin und Gefängnis.

Gender Studies in Architecture

Author: Dörte Kuhlmann
Publisher: Routledge
ISBN: 9781134069231
Release Date: 2014-04-11
Genre: Architecture

Analyzing a range of ideas from biological, evolutionary and anthropological theories to a variety of feminist, psychoanalytic, poststructuralist and constructivist discourses, this book provides a comprehensive introduction to the problematics of gender and power in architectural and urban design. Topics range from conceptions of postulated matriarchal architecture in Old Europe to contemporary technologies of control; from the mechanisms of gaze to architectural performatives; from the under-representation of women in the planning profession to the integration of gender issues to the curriculum. The particular strengths of the book lie in its inclusiveness and critical analysis. It is not a partisan defence of feminism or any other theory, but a critical introduction to the issues relating to gender. Moreover, the conclusions reach beyond a narrow gender studies perspective to social and ethical considerations that are unavoidable in any responsible architectural or urbanistic practice. With its broad range and balanced analysis of different theories, the book is suitable as an overview of gender studies in architecture and useful for any designer who is concerned with the social effects of the built environment.

Soziologische Paradigmen nach Talcott Parsons

Author: Ditmar Brock
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3531162160
Release Date: 2009-01-15
Genre: Social Science

Dieses Lehrbuch stellt sechs ausgewählte soziologische Theorierichtungen aus der Zeit nach Talcott Parsons vor: Konflikttheorie, Gesellschaftskritik, das Interpretative Paradigma, die Systemtheorie, die Theorie der Rationalen Wahl und schließlich den Strukturalismus. Dabei werden jeweils die wichtigsten Argumente, Begriffe und Überlegungen dargestellt, die diese Paradigmen charakterisieren. Der Band ergänzt die im ersten Band (Brock/Junge/Krähnke: Soziologische Theorien von Auguste Comte bis Talcott Parsons) dargestellten soziologischen Klassiker zu einer vollständigen Einführung in die soziologischen Theorien. In didaktischer Hinsicht ist der vorliegende Band wie der erste Band gestaltet: Lesezeichen, Lesetipps, Querverweise, Merksätze, Übungsaufgaben, ein Glossar, Beispiele und Hinweise auf weiterführende Literatur ermöglichen eine effektive Einarbeitung in die jeweilige Theorie.