Platon Politeia

Author: Otfried Höffe
Publisher: Walter de Gruyter GmbH & Co KG
ISBN: 9783050089935
Release Date: 2011-01-01
Genre: Philosophy

Platons "Politeia" gehört zu den bedeutendsten und wirkungsreichsten Texten der Philosophiegeschichte. Unter der Leitfrage nach der Gerechtigkeit weist Platon traditionelle Auffassungen zurück und leistet eine Sophistenkritik; im Anschluss daran entwickelt er seine Lehre von den drei Seelenteilen und die Lehre von den vier Kardinaltugenden. Er skizziert eine Erziehungstheorie, eine Staatsphilosophie mit der Lehre von der Philosophenherrschaft, eine Erkenntnistheorie und die Ideenlehre. Vor allem aber enthält die "Politeia" Platons bekannteste Gleichnisse: von der Sonne, der Linie und der Höhle. In Form eines kooperativen Kommentars führen anerkannte Platon-Interpreten, der Gliederung des Werkes folgend, in die Hauptthemen der "Politeia" und die wichtigsten Forschungsprobleme ein.

Idealer Staat und der Wandel der Staatsformen in Platons Politeia

Author: Dirk Fross
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638163774
Release Date: 2003-01-12
Genre: Political Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universität Augsburg (Philosophische Fakultät I), Sprache: Deutsch, Abstract: Während mehr als zwei Jahrtausenden abendländischer Geschichte standen das Bemühen um eine allgemeingültige Typologie staatlicher Herrschaftsformen und die Frage nach der Besten aller Staatsformen im Blickpunkt philosophischer Reflexion. Besonders in krisenhaften Umbruchsituationen und kritischen Epochen der Geschichte entfaltete sich, angesichts einer als problematisch empfundenen politischen Ordnung diese Art philosophisch kritischen Denkens, an dessen Ausgangspunkt "...ein Werk von unergründlicher Tiefe, die Schöpfung Platons..." steht. Aus seiner Erfahrung der akuten Krise der athenischen Polis in und nach dem Peloponnesischen Krieg, welche sich am Regime der Dreißig und der gleichermaßen abgelehnten restaurierten Demokratie als unüberwindliche Krankheit enthüllt, und deren philosophischer Verarbeitung, ist Platon in seinen Dialogen, vor allem in seinem Hauptwerk ́Politeia ́, zum Begründer der abendländisch-europäischen politischen Theorie geworden. Angesichts der politischen Unordnung der zeitgenössischen Polis, deren Ursachen Platon in der Unordnung der Seele des damals in Athen vorherrschenden Menschentyps sah, zielte Platons politische Theorie in der Politeia darauf ab, die grundlegenden Bedingungen für eine neue Ordnung der menschlichen Seele aufzuzeigen, und damit gleichzeitig die Grundlagen der idealen Polis zu legen. Die konkreten Erfahrungen der unmittelbaren Zeitgeschichte, die verschiedenen Staatsstreiche, Verfassungskrisen und -revolutionen (metabolai), die sich damals in Athen ereigneten, haben Platon dabei nicht nur veranlaßt, nach dem Gegenbild eines idealen Staates von möglichst langer Dauer zu suchen, sie ließen ihn in diesem Zusammenhang auch nach Ursachen und bestimmten Regeln und Gesetzmäßigkeiten dieser Wandlungsprozesse forschen. Platons idealer Staatsentwurf und seine im achten und neunten Buch der Politeia dargelegte Theorie des Staatsformenwandels bilden den Gegenstand vorliegender Hausarbeit. Beide sollen im Anschluß an die biographische und zeitgeschichtliche Einbettung, gefolgt von einer kurzen Einführung in Platons Philosophie, im folgenden näher betrachtet werden.

Der Staat Politeia

Author: Platon
Publisher: Walter de Gruyter
ISBN: 9783050092454
Release Date: 2011-01-01
Genre: History

Mit seinem Werk Politeia ("Der Staat") wurde Platon zum Begründer einer neuen literarischen Gattung: der politisch-philosophischen Utopie. Schon im Altertum versuchten eine Reihe von Autoren ihm nachzueifern (Theopompos, Euhemeros, Iambulos, parodistisch auch Lukian), und nachdem Thomas Morus mit dem namengebenden Werk "Utopia" (1516) die Gattung gleichsam neu belebt hatte, entstand eine nicht mehr zu überblickende Flut utopischer Entwürfe. Doch nicht nur durch die hier entfaltete Staatslehre erwies sich die "Politeia" als grundlegendes und richtungsweisendes Werk: Platons Ausführungen zu solch verschiedenen philosophischen Gebieten wie der Theorie der Erziehung, der Theorie der Dichtung, der Ethik und Tugendlehre, der Seelenlehre haben die Diskussion bis in unsere Tage beeinflusst. Platon ist aber auch ein Sprachkünstler, der seine Werke als Dialog-"Dramen" meisterhaft gestaltete. Dabei weiß er sich souverän von dem Medium Schrift zu distanzieren, das drei Hauptmängel aufweist: Sie sagt immer dasselbe, kann auf Fragen nicht antworten; sie wendet sich unterschiedslos an alle, weiß nicht, zu wem sie reden und zu wem sie schweigen soll; und wird sie angegriffen, so kann sie sich nicht selbst zur Hilfe kommen. Dass der Kern der platonischen Ideenlehre nicht in dafür ungeeignete Köpfe "gepflanzt" werden kann, beweist das Erste Buch: Das aufgezwungene Gespräch über die Gerechtigkeit mit Polemarchos und dem Sophisten Thrasymachos endet in einer Aporie (so wie Platons Versuche, seine politische Theorie in die Praxis umzusetzen, an der mangelnden Eignung des jungen Herrschers von Syrakus, Dionysios II., scheitern mussten). Erst als Platon (von Buch II an) mit seinen Brüdern Glaukon und Adeimantos das Gesprächsthema wieder aufgreift, kann der Funken der Erkenntnis überspringen, und "Einsicht leuchtet auf".

Politeia

Author: Joachim Lege
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 3161526805
Release Date: 2013
Genre: Philosophy

Sie wollten schon immer Platons "Staat" lesen? Zunachst: Platons "Staat" gibt es gar nicht. "Politeia" - der Originaltitel des Buches - bedeutet namlich "Verfassung des Staates," meist sogar: "gute Verfassung." Und Platon ist auch gar nicht so sehr an der guten Verfassung des Staates interessiert, ihm geht es vielmehr um die gute Verfassung des Menschen: sein Gluck und Wohlbefinden ( eu prattein ). Joachim Lege hat deshalb Platons "Politeia" in 40 Kapiteln nacherzahlt - teils salopp, teils nachdenklich, stets aber genau ( akribos ) und kurzweilig. Mit Seitenhieben auf Damals und Heute. Damit alle, die neugierig und guten Willens sind, Platons "Politeia" so kennen konnen, wie man Grimms Marchen kennt. "Dies ist ein Buch, das Spass machen soll, aber auch Muhe machen wird." (Vorwort)

Platon Politeia Ist der Ungerechte gl cklicher als der Gerechte

Author: Mendina Morgenthal
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640161379
Release Date: 2008-09-10
Genre: Philosophy

Essay aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: keine, Technische Universität Dortmund, 1 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In Platons „Politeia“ behauptet Sokrates ́ Gesprächspartner Glaukon, dass der Gerechte, der nicht gerecht scheinen, sondern sein will, anderen ungerecht erscheint und sogar gekreuzigt würde. Der Ungerechte hingegen will demnach gerecht scheinen aber ungerecht sein. Seine Ungerechtigkeiten verschleiert er und kann die Vorzüge des Lebens, in einem gerechtem Rufe stehend, genießen. Diese Annahme mag zunächst widersprüchlich sein, denn die meisten von uns haben schon von klein auf gelernt, was gut und was böse ist. Ziemlich schnell lernten wir auch den Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit kennen und im Einklang mit unserer moralischen Erziehung war es uns schließlich möglich die Gerechtigkeit dem Guten und die Ungerechtigkeit dem Bösen und Schlechten zuzuordnen. Warum also sollte der Gerechte letztlich gestraft werden, wohingegen dem Ungerechten ein besseres Los bestimmt ist? Aus der Konsequenz dieser Annahme entspringt folgende Vermutung: der Ungerechte ist glücklicher (eudaimoner) als der Gerechte. Sokrates jedoch will diese Vermutung widerlegen. Aber wenn er oder auch Glaukon von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit sprechen, so dürfen wir nicht mit naiver Leseart herangehen und beide Begriffe vorbehaltlos mit unserem heutigem Verständnis gleichsetzten. Nein, wir müssen unser wachsames Auge für Sokrates ́ Begriffsbestimmung erst schärfen.

Aristoteles Kritik an Platons Politeia

Author: Nadja Wagner
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638208086
Release Date: 2003-07-28
Genre: Political Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 2,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die politische Theorie, Sprache: Deutsch, Abstract: In meiner Hausarbeit über das Thema Aristoteles Kritik an Platons Politeia, möchte ich besonders auf die Bedeutung der Politik von beiden Philosophen eingehen; ebenfalls auf das zweite Buch der Schrift „Politik“ von Aristoteles. Im folgenden werde ich Platons Werk „Politeia“1 mit der deutschen Übersetzung „Der Staat“ benennen, um Verständnisproblemen zwischen den beiden Titeln „Politik“ und „Politeia“ aus dem Weg zu gehen. Am Schluss richte ich, neben einer kurzen Stellungnahme zu meiner eigenen Sichtweise, ein besonderes Augenmerk auf die Frage: Wie und warum kam es zu dieser doch recht harten Kritik seitens Aristoteles. Insgesamt hatte Platon dreizehn Briefe hinterlassen, den siebten davon schrieb er im Alter von 70 Jahren, kurz nach der Ermordung Dions.2 Er ist an Anhänger und Freunde gerichtet, die sein politisches Werk fortsetzen wollen: „....und andererseits nahm der Verfall der Sitten und die Missachtung der Gesetze immer mehr Überhand. War ich also anfänglich ganz erfüllt von dem Drang nach einem politischen Amt und staatsmännischer Betätigung, so wurde mir bei Betrachtung dieser Zustände und dieses wirren Durcheinanders der Dinge schließlich ganz schwindelig zumute. [...] 1 im Deutschen „Der Staat“, im Englischen „Republic“ 2 Sohn des Hipparinos, Freund Platons, wurde 354 v. Chr. in Athen von dem Demokraten Kalippos ermordet

Der W chterstaat

Author: Timo Kreusch
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638795005
Release Date: 2007
Genre:

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universitat Oldenburg, 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Keine einzige Randbemerkung durch die Korrektorin. Arbeit ohne Sekundarliteratur (Anm. der Red.), Abstract: Warum der Wachterstaat? Platons Staats- und Seelenlehre gehort zu den einflussreichsten Schriften, uber die die Menschheit verfugt. Diese Arbeit will exemplarisch den Gang der Argumentation nachvollziehen, so er sich mit den Wachtern und ihrer Funktion beschaftigt. Es ist im Rahmen dieser Arbeit nicht durchfuhrbar, die Untersuchung auf die ganze Politeia auszudehnen. In der Sekundarliteratur ist haufig die latinisierte Namensform des Philosophen Platon ( ), Plato" anzutreffen; sie wird in dieser Arbeit fortan keine Verwendung finden. Das Synonym fur Der Staat," Politeia" ( ) sollte hingegen statt des Deutschen verwendet werden, da die Ubersetzung mit Der Staat" ein begrenztes Verstandnis vom griechischen Original hervorruft.1 Dennoch wird im Folgenden aus Praxisgrunden vorrangig das Deutsche verwendet, in Zitaten ist dies ohnehin unumganglich. Zitiert wird in dieser Ausgabe nach der Stephanus-Ausgabe von 1578. Da diese als Grundlage jedweder Platon-Editionen dient, sind so ein Hochstmass an Vergleichbarkeit sowie das einfachstmogliche Auffinden der entsprechenden Stellen im Urtext garantiert. In dieser Arbeit sollen die Gedanken des Autors den Kern bilden. Es wird daher fast vollstandig auf Sekundarliteratur verzichtet werden. Zitierte Aussagen werden nicht in form von Fussnoten, sondern eingeklammert im Fliesstext nachgewiesen. Es bedeutet aber auch, dass gerade in Bezug auf das Verhaltnis Staat-Seele, mogliche Anknupfungspunkte zur Gerechtigkeit, wie auch andere interessante Punkte betreffend, spekulative Ausblicke ausdrucklich beabsichtigt sind. Diese sollen gelegentlich auch mit Gegebenheiten der Gegenwart oder jungeren Vergangenheit v"

Der Wandel der Verfassungen in Platons Politeia und Aristoteles Politik

Author: René Schlott
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638350389
Release Date: 2005-02-15
Genre: History

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Aristoteles' "Politik", 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte der attischen Polis im 5. und 4.Jh ist eine Geschichte der metabolé, des Wandels. Allein in der Zeit von 411-403 erlebte Athen eine viermalige Ä nderung seiner politeia, der Verfassung, 1 zwischen der Demokratie, dem oligarchischen Rat der Vierhundert und der Tyrannis der Dreißig. 2 Doch die metabolé war ein Phänomen aller Poleis. Das Nebeneinander der zahlreichen Staaten, die damit einhergehende Vielfalt der Staatsordnungen und ihr häufiger, oft rascher Wechsel forderte die politische Theorie dieser Zeit zur Reflexion heraus. Die großen Werke der griechischen Staatstheorie Platons „ Politeia“ und Aristoteles’ „Politik“ enthalten deshalb neben den Idealstaatskonzeptionen, mit denen sie auf die Krise der Polis im 4.Jh. 3 reagierten, auch lange Passagen in denen sie sich der metabolé widmen - allerdings mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Auf die Schilderung des besten Staates folgt im VIII. und IX. Buch der „Politeia“ eine Darstellung der ungerechten Staatsverfassungen und ihres Wandels . Nach dem Höhepunkt des Werkes, der Beschreibung des idealen Staates, erfolgt nun also die „Vollendung des großen Entwurfs“ 4 , indem Platon dem besten Staat die schlechteren und den schlechtesten gegenübergestellt. An diesem Vergleich entscheidet sich l etztlich die Ausgangsfrage, zu der die Thrasymachos - Position den Anstoß gab und zu deren Beantwortung die ganze „Politeia“ angelegt ist: Ob nicht durch ungerechtes Handeln das größere Glück erreicht werden würde, als durch die Gerechtigkeit.

Die Philosophenk nigherrschaft in Platons Politeia

Author: Michael Arend
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640572946
Release Date: 2010-03-23
Genre: Political Science

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Inst. für Politikwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Fast kein europäischer Philosoph nach Platon (427- 347 v. Chr.) schaffte es sich Platons Werken zu entziehen. Angefangen in Aristoteles Politik über Augustinus de Civitate Dei und Kants Kritik der reinen Vernunft bis zum Zauber Platons in Die offene Gesellschaft und ihre Feinde von Karl Popper finden sich mal offenere, mal verstecktere Kommentare zu Platons Idee vom Staate. . Die Politeia blieb trotz dieser Regulierungen das Standardwerk Platons, weil sie seinen Idealstaat, seine Idee der Gerechtigkeit zeigt. Sie beschäftigt sich dabei mit dem Wesen der Gerechtigkeit und entwirft dabei als Mittel das Idealbild eines Staates. Bezogen sich die Kritiker bis zum Beginn der Aufklärung hauptsächlich mit der Realisierbarkeit und Anthropologie seiner Theorie, rückte danach die Angst vor der Machtfülle der Philosophenherrscher in den Vordergrund. Eine weitere Radikalisierung Platons Kritiker fand vor allem im zwanzigsten Jahrhundert statt. Während das NS-Regime Teile seiner Ideen für sich nutze und in Osteuropa die totalitäre Sowjetherrschaft begann, geriet auch Platons Idealstaat durch Karl Popper in den Verdacht „eine der Ursachen totalitärer Strömungen (zu sein), die bis heute Einfluss ausüben und einen gefährlichen Angriff auf die moderne Gesellschaftsform (darstellen).“ In der Kontroverse zwischen Idealstaat und Totalitarismustheorie, soll diese Arbeit im Besonderen die Herrschaftsidee der Philosophenkönige betrachten und dabei sowohl einen Blick auf mögliche Motive Platons werfen, als auch die Kritiken dieser Idee beleuchten und sie im Wandel der Zeit beurteilen. Die Motivfrage Platons steht auch bei der Betrachtung der Kritiken an wichtiger Stelle. Auch ist sie Teil des Jahrhunderte währenden Streites nach der Deutung der Politeia. Ob nämlich Platon die Politeia als Werbeschrift einer eigenen Philosophenherrschaft, als Idee eines möglichen oder unmöglichen Idealstaates oder wie er es selbst in der Politeia sagt, nur als größerer Entwurf der Seele, um an ihm in Großbuchstaben die Gerechtigkeit der Seele zu entwerfen, geschrieben hat, verändert die Angriffsfläche für mögliche Kritiken erheblich.

Der Wandel der Staatsverfassungen in Platons Politeia

Author: René Schlott
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638209281
Release Date: 2003-07-28
Genre: Political Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut Berlin), Veranstaltung: Politisches Denken in der Antike, Sprache: Deutsch, Abstract: Auf die Schilderung des besten Staates, seiner Ordnung, der Erziehung seiner Philosophenherrscher und nach dem Erreichen des „kompositorischen Gipfels“1 der Politeia im Höhlengleichnis, folgt im VIII. und IX. Buch eine Darstellung der ungerechten Staatsverfassungen. Das VIII. Buch beginnt daher zunächst mit einer Bilanz über die im bisherigen Dialog erreichten Ergebnisse. (543a-c) Gleichzeitig schließt es an Buch V an, wo die bereits begonnene Behandlung der schlechten Staatsformen vom Wunsch der sokratischen Dialogpartner, mehr über die Lebensform im besten Staat zu hören, unterbrochen worden war. (449a) Nach dem Höhepunkt, der Beschreibung des idealen Staates, erfolgt nun die „Vollendung des großen Entwurfs“2, weshalb dem besten Staat die schlechteren und der schlechteste gegenübergestellt werden. An diesem Vergleich entscheidet sich letztlich die Ausgangsfrage, zu der die Thrasymachos – Position den Anstoß gab und zu deren Beantwortung die ganze Politeia angelegt ist: Ob nicht durch ungerechtes Handeln das größere Glück erreicht wird, als durch die Gerechtigkeit.? Sokrates nimmt daher zu Beginn des VIII. Buches noch einmal ausdrücklich auf Thrasymachos bezug.(545a) Die nachfolgend dargestellten Verfassungen und ihre Abfolge verdeutlichen Platons Absicht, den Abstand vom besten Staat/ von der besten Stadt in Stufen zu verdeutlichen. Er legt dabei wiederum die Analogie zwischen der Ordnung der Polis und der Ordnung der Seelenkräfte im einzelnen Menschen zugrunde. Die gerechte Polisordnung bezeichnet Platon als Monarchie oder Aristokratie. (445d-e) Dort herrschen die Besten, d.h. die durch lange Erziehung zur höchsten Vernunft Befähigten. Für Platon sind also die politische Verfasstheit und der Charakter der Individuen nicht voneinander zu trennen, d.h. dass die äußere Ordnung immer auch Ausdruck der in ihr zur Herrschaft gelangten Mentalität ist. Im VIII. Buch entfaltet er daher systematisch eine politische Typologie, indem er bei jedem Staatstypus Entstehung und Wesen erklärt und dann nach demselben Schema den ihm entsprechenden Menschentypus charakterisiert. Die Beschäftigung mit diesem Abschnitt seines Werkes ist noch heute anregend und fruchtbar, weil er auf die Darstellung der „Verfallsreihe“3 der Staatsformen nicht nur „höchste künstlerische Meisterschaft, sondern auch die ganze Tiefe seines kritischen Geistes angewendet“4 hat. 1 Demandt, S.86. 2 Zehnpfennig, S.132. 3 Zehnpfennig, S.132. 4 Vretska, S.595 Anm.1.

Politeia

Author: Eric Carlton
Publisher: Fairleigh Dickinson Univ Press
ISBN: 0838641024
Release Date: 2006
Genre: History

This book examines various conceptions of the "just society" from Plato to Postmodernism; from what are regarded as utopian to rationality based systems.

Das H hlengleichnis in Platons Politeia

Author: Jana Antosch-Bardohn
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783638413848
Release Date: 2005-08-31
Genre: Political Science

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universität München (Geschwister-Scholl-Institut), 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Geschichte der abendländischen Philosophie besteht aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon" 1 . Dieses Zitat scheint durch seine große Aussagekraft zu übertreiben, doch steckt viel Wahrheit in ihm. Platon, ein Schüler des Sokrates, war einer der größten Philosophen der abendländischen Weltgeschichte. Seine Werke befassten s ich sowohl mit politischen und philosophischen als auch ethischen und gesellschaftlichen Anschauungen. Meist spielten mehrere Betrachtungen zusammen. Die Ideenlehre, die von Platon entwickelte Philosophie, ist ebenfalls sehr berühmt. Sämtliche Schriften Platons, bis auf die Briefe, sind in Dialogform verfasst. Platon tritt niemals selbst in Erscheinung, sondern lässt andere Hauptfiguren Sprachrohr für seine Gedanken und Argumente sein. Die Dialogform dürfte er wahrscheinlich aufgrund seines Lehrers Sokrates und dessen Art des dauernden Fragens verwendet haben. Der Protagonist in Platons wohl bekanntestem Werk, der „Politeia“, ist Sokrates. Die „Politeia“ zeigt Platons großes Interesse an Politik und Staatsgeschehen. Sein Ziel war es den Zustand der Politik zu verbessern und den ein Modell des „wahren“ Staates zu entwickeln. Das Kernstück des Werkes sind drei Gleichnisse, das Sonnengleichnis, das Liniengleichnis und das Höhlengleichnis. Das Interesse dieser Arbeit widmet sich dem Höhlengleichnis. Jenes gilt als Höhepunkt der „Politeia“, bisweilen gar als Zentrum von Platons philosophischem Denken überhaupt. So wird in dieser Arbeit speziell auf das Höhlengleichnis und seine Interpretation eingegangen. Zunächst werden die Kernaussagen der ersten Bücher der „Politeia“ kurz dargestellt um auf die Gleichnisse hinzuführen und ihre Einordnung in das Gesamtwerk zu ermöglichen. Nach Sonnen-und Liniengleichnis wird im dritten Kapitel die Handlung des Höhlengleichnisses erläutert. Daraufhin erfolgt dessen Auslegung. Die Interpretation wird gegliedert in die einzelnen Stationen des Gleichnisses. Die Lage in der Höhle, der Aufstieg und der Abstieg werden also gesondert betrachtet. Im Fazit werden Widersprüche und Unklarheiten kritisch betrachtet. Außerdem wird dargestellt, wie das Höhlengleichnis auf die heutige Zeit projiziert werden könnte.

Die Verfallsformen der Polis und Demokratie in Platons Politeia

Author: Lino Munaretto
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783668303058
Release Date: 2016-09-21
Genre: Law

Examensarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Jura - Sonstiges, Note: 16, Georg-August-Universität Göttingen (Institut für Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung - Abteilung für Rechts- und Sozialphilosophie), Veranstaltung: Seminar "Platon - der Staat", Sprache: Deutsch, Abstract: Im achten Buch von Platons "Politeia" entwirft seine Sokratesfigur eine Verfallsreihe von Staaten, die beim Idealstaat beginnt und in der Tyrannis endet. Doch hatte Platon tatsächlich die Intention, den Verlauf der Geschichte zu beschreiben oder gar vorherzusagen? Oder wollte er bloß Modelle von Staatsformen entwerfen, um eine normative Bewertung gerechter und ungerechter Ordnungen vorzunehmen? Immerhin ist es Sokrates' erklärtes Ziel, das Glück des Gerechten und des Ungerechten zu vergleichen. Manche Interpreten gehen sogar davon aus, Platon habe lediglich die menschliche Psyche untersucht, der Staatsphilosophie habe er sich erst in seinen späteren Werken zugewandt. Die Verfallsreihe wäre dann eine Abhandlung über die gerechte Gesinnung des Einzelnen. Es gilt also dei Verfallsformen und ihre erzählerische Verbindung auf ihren Bedeutungsgehalt hin zu untersuchen. Erst im Kontext der gesamten Reihe kann auch das Demokratiekapitel verstanden werden. Die Demokratie nahm in Platons Rangfolge den vorletzten Platz ein, was ihm in neuerer Zeit den Vorwurf einbrachte, ihr "Feind" zu sein. Individuelle Freiheit und politische Partizipation, die in der modernen Demokratie nicht mehr zur Disposition stehen, bedeuten für Platon Ungerechtigkeit. Dieses kritische Verhältnis zu demokratischen Werten wirft bis heute Fragen auf, die zu klären sein werden.

Proleptische Argumentation in Platons Politeia

Author: Ellen Günyil
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 9783640594023
Release Date: 2010
Genre:

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2,0, Universitat zu Koln (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Grundfragen der Platoninterpretation, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll eine Untersuchung ausgewahlter Stellen in Platons Politeia erfolgen, um daran seine proleptische, d.h. vorwegnehmende Vorgehensweise zu erlautern. Ausgehend von dem Gesprach zwischen Sokrates und Thrasymachos am Ende des ersten Buches sollen Ungereimtheiten aufgezeigt werden, welche sich ergeben, wenn man die Stelle ohne Kenntnisnahme der weiteren Ausfuhrung durch Sokrates in folgenden Buchern der Politeia liest. Erganzt werden viele dieser oft unschlussigen Stellen durch ein Komplement aus anschliessenden Buchern, in denen die Thematik, ohne dass ein expliziter Ruckverweis erfolgt, nochmals aufgegriffen und Thesen und Beweise fortgefuhrt oder spezifiziert werden. Ich will im Folgenden einige dieser Argumentationsgange des platonischen Sokrates erlautern, an denen Sokrates nicht schlussige, nicht ausreichend begrundete und auf den ersten Blick falsche Thesen in seinen Dialog in Buch I einbindet und aufzeigen, wie er diese unzulanglichen Beweise im weiteren Gesprachsverlauf nochmals aufgreift und was sich mit diesem spateren Wissen fur die Schlussigkeit der vorangegangenen Stelle ergibt."